Unternehmensnachfolge

Tipp zur Unternehmensnachfolge: Mit der Einführung einer funktionierenden zweiten Führungsebene lässt sich staatlich gefördert der Unternehmenswert steigern.

Am 18.11. hatten die NachfolgeExperten zum 5.Unternehmensnachfolgetag ins Kameha Grand nach Bonn eingeladen. Unterschiedliche Experten beleuchteten aus juristischer, steuerrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht das Thema Unternehmensnachfolge im Mittelstand.

Steigerung der Unternehmensbewertung bei der Unternehmensnachfolge

Besonders interessant war der Beitrag von Lutz Lehmann zum Thema Unternehmensbewertung. Neben dem Vergleich unterschiedlicher Bewertungsmethoden ging er auf die Faktoren ein, die für den Wert eines Unternehmens relevant sind. Explizit ging er dabei auf das Thema zweite Führungsebene ein. Eine funktionierende zweite Führungsebene ist ein wichtiger Faktor für den Wert des Unternehmens. Ist sie nicht vorhanden oder funktioniert sie nur unzureichend muss sie bei der Abzinsung des Unternehmenswerts berücksichtigt werden. Wenn das Know-How des Unternehmens das Unternehmen mit dem ausscheidenden Geschäftsführer verlässt, dann verliert das Unternehmen einen wesentlichen Teil seines Wertes und wird für die Unternehmensnachfolge weniger interessant.

Doch dazu muss es nicht kommen. Die zweite Führungsebene ist bildet in allen Phasen des Unternehmertums das Rückgrat des Unternehmens unterhalb der Geschäftsführung. Sie stabilisiert das Unternehmen in Krisen, vertritt die Geschäftsführung in der Mannschaft und bildet gerade auch den Pool an aufstrebenden Führungskräften, die für die Unternehmensnachfolge oder erweiterte Geschäftsführung infrage kommen. Weitere gute Gründe für die Einführung einer zweiten Führungsebene finden sie im Expertenrat des gmbhchef-Magazins Entlastung der Geschäftsführung durch die zweite Führungsebene und Umsetzungshinweise dazu im Beitrag Die zweite Führungsebene einführen hier auf der Website.

Förderung Einführung zweite Führungsebene

Wenn sie sich bei der Einführung der zweiten Führungsebene unterstützen lassen möchten, dann fördert die NRW.BANK Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit 50% Beratungskosten für organisatorische Beratung im Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) – Beratung.

Antragsberechtigt sind kleine  und mittlere Unternehmen (KMU), die sich nach EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befinden und mehr als 5 Jahre operativ tätig sind, werden Zuwendungen aus Mitteln der Landesaufgabe für erhaltene Beratungsleistungen gewährt. Die Beratungsförderung ist landesweit möglich.

Von der Förderung sind folgende Bereiche ausgeschlossen:

  •  Land- und Forstwirtschaft, Aquakultur, Fischerei, soweit nicht Verarbeitung oder Vermarktung
  •  Eisen- und Stahlindustrie
  •  Bergbau, Abbau von Sand, Kies, Ton, Steinen und vergleichbare Zweige der Urproduktion
  •  Energie- und Wasserversorgung, außer Kraftwerke und Wasserversorgungsanlagen, die überwiegend dem betrieblichen Eigenbedarf dienen
  •  Einzelhandel, soweit nicht Versandhandel
  •  Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr und sonstige Personenbeförderung im Landverkehr (Taxis, Omnibusverkehr etc.)
  •  Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien, Altenheime oder ähnliche Einrichtungen
  •  Kunstfaserindustrie
  •  Flughäfen

Schreiben sie mir eine Email, ich rufe sie gerne dazu zurück.