Team-Landkarte mit Team

Die Minimierung der Mitarbeiterfluktuation durch den Einsatz von Team-Landkarten in der Personalauswahl war das Thema meines Expertenrates in der Dezember/Januar-Printausgabe des gmbhchef-Magazins mit dem Schwerpunkt Personal.

Den kompletten Text finden Sie unten auf der Website des gmbhchef-Magazins: „Mitarbeiterfluktuation minimieren“ (ab Mitte Dezember)

Ergänzend zu meinem Expertenrat möchte ich ihnen weitere Handlungsempfehlungen an die Hand geben und genauer erklären wie die Methode der Team-Landkarten funktioniert:

Kriterien für die Personalauswahl

Den perfekten Mitarbeiter gibt es kaum noch am Markt und wenn es ihn scheinbar gibt, dann stellt sich die Frage, ob er bezahlbar ist, langfristig im Unternehmen gehalten werden kann und ob er ins Team passt.

Grundsätzlich macht es Sinn die Personalauswahl stärker an den Faktoren zu orientieren, die sich am mittel- bis langfristigen Wert des Mitarbeiters für das Unternehmen orientieren.

Langfristige Auswahlkriterien sind:

  •  Kritikfähigkeit
  •  Lernbereitschaft
  •  Passung zum Team

Insbesondere die Passung zum Team ist von besonderer Bedeutung. Mitarbeiter, die auf den ersten Blick als nicht besonders leistungsstark erscheinen, können für ein Team genau das richtige Puzzleteil sein, um dem gesamten Team auf ein neues Arbeitsniveau zu verhelfen. Bei guter Zusammenarbeit ist das Team immer mehr als die Summe seiner Teile. Team-Landkarten visualisieren das bestehende Team und zeigen die Lücken auf, die es für optimale Leistungsfähigkeit zu füllen gilt.

Team-Landkarten

 Team-Landkarten

Jeder Mensch hat Verhaltenspräferenzen. Ein Mitarbeiter möchte schnell Ziele erreichen, eine Andere achtet auf Details, einem Dritten sind die Bedürfnisse im Team wichtig und ein Vierter möchte immer die neueste Technik einsetzen. Im Arbeitsumfeld resultiert daraus eine Orientierung an Ergebnissen, Qualität, Zusammenarbeit und Innovation. Manchen Mitarbeitern gelingt es auch zwei Bereiche gleichzeitig im Blick zu behalten, bei drei oder gar vier Bereichen wird es schnell schwierig. Um langfristig erfolgreich und gut zusammenzuarbeiten braucht es aber alle vier Komponenten. Aus diesem Grund ist Teamarbeit so wichtig. Im Optimalfall haben die Teammitglieder unterschiedliche Schwerpunkte und ergänzen sich.

Was würde passieren, wenn einem Team ein Bereich fehlt?

  •  Fehlt die Qualität, dann werden Dinge schnell erledigt, aber eben nicht in der notwendigen Qualität.
  •  Fehlt die Innovation, hat die Leistung eine gute Qualität, ist aber auf dem Stand von vorgestern.
  •  Fehlt die Ergebnisorientierung, wird an hohe Qualität und moderne Umsetzung gedacht, aber das Team verkünstelt sich in der Umsetzung.
  •  Fehlt die Zusammenarbeit, überfordern sich einzelne Teammitglieder während andere ihre Fähigkeiten gar nicht einbringen können.

Team-Landkarten in der Personalauswahl

Team-Landkarten mit Team

Dieses Team hat sechs Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Bereichen beheimatet sind. Walter ist z.B. innovativ und achtet gleichzeitig auf Ergebnisse, während Claudia die Zusammenarbeit wichtiger ist. Allerdings ist die rechte untere Ecke in der Kombination aus Zusammenarbeit und Qualität komplett unbesetzt.

Wie wirkt sich das auf das Team aus?

Generell kann man beobachten, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter (4 von 6) auf der linken Seite des Koordinatensystems steht (Walter, Frida, Michael und Klaus). Das bedeutet, dass diese Mitarbeiter zwar unterschiedlich stark, aber alle einen Bezug zur Erreichung von Ergebnissen haben. Und das merkt man auch in der Praxis. Das Team ist extrem umsetzungsstark und durch ebenfalls vier Mitarbeiter oberhalb der Querachse auch innovativ (Walter, Frida, Kevin und Claudia). Der Bereich der Qualität wird vor allem durch Klaus abgedeckt. Durch die Kombination von Innovation und Zusammenarbeit durch Claudia und Kevin ist das Team auch sehr gut im gemeinsamen Brainstorming und entwickeln von neuen Ideen.

Allerdings gibt es wie gesagt keinen Mitarbeiter im Bereich Zusammenarbeit und Qualität. Das wirkt sich in der Praxis aus. Das Team scheitert regelmäßig daran seine Prozesse so zu definieren, dass sie nachhaltig umsetzbar sind und von allen Teammitgliedern gleichermaßen durchgeführt werden können. Dies führt zur regelmäßigen Überlastung der stark ergebnisorientierten Teammitglieder und zu Konflikten wie die Aufgaben richtig verteilt werden können. Obwohl sehr leistungsstarke Mitarbeiter vorhanden sind, bringt das Team nur einen Teil seiner Leistung auf die Straße und das bei ungleicher Lastverteilung.

Die ungleiche Lastverteilung wird früher oder später bei diesem Team zu hoher Unzufriedenheit und Mitarbeiterfluktuation führen. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern sollte darauf geachtet werden, dass der neue Mitarbeiter den Bereich Qualität und Zusammenarbeit besetzt. So kann das Team in ein optimales Gleichgewicht gebracht werden, die Zufriedenheit aller Teammitglieder erhöht sich und der langfristige Erfolg wird möglich.

Losgelöst von der Frage der Personalauswahl sind Team-Landkarten ein gutes Instrument zur Analyse von Teams und der Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit. Es empfiehlt sich diese Methode im Rahmen einer  Teamentwicklung einzuführen.

Gerne erläutere ich ihnen die zugrundeliegende Methodik und setze diese für sie um. Schreiben sie mir einfach eine Email dazu.