Team-Landkart mit Mitarbeitern

Die Minimierung der Mitarbeiterfluktuation durch den Einsatz von Team-Landkarten in der Personalauswahl war das Thema meines Expertenrates in der Dezember/Januar-Printausgabe des gmbhchef-Magazins mit dem Schwerpunkt Personal. Den kompletten Text finden Sie unten auf der Website des gmbhchef-Magazins: „Mitarbeiterfluktuation minimieren“ Ergänzend zu meinem Expertenrat möchte ich ihnen hier ein konkretes Fallbeispiel aus der Praxis schildern. Wenn sie eine grundlegende Einführung in die Methode der Team-Landkarte wünschen, dann schauen sie sich bitte zuerst die entsprechende Seite bei meinen Tools an:

Tools

Team-Landkarte mit Mitarbeitern

Ausgangslage

Team-Landkarte Mitarbeiterfluktuation

Das Team hat fünf Mitglieder: Michael, Maren, Matthias, Klaudia und Klaus. Michael ist der Teamleiter. Er, Matthias und Maren arbeiten schon seit mehreren Jahren zusammen. Klaudia und Klaus sind später dazugekommen. In Bezug auf die Verhaltenspräferenzen gibt es große Unterschiede Walter und Matthias sind sehr sehr pragmatisch unterwegs und erreichen schnell ihre Ziele. Klaudia und Maren lassen sich leicht begeistern sowohl für innovative Methoden als auch für den interessanten Austausch mit Kunden und Kollegen. Klaus ist auf die Qualität von Prozessen und Produkten bedacht. Auffällig ist, dass in diesem Team die rechte untere Ecke mit dem Schwerpunkt Zusammenarbeit komplett unbesetzt ist.

Wie wirkt sich das auf das Team aus?

Von außen betrachtet arbeitet das Team erfolgreich, da es den erwarteten Output liefert. Allerdings gibt es eine tickende Zeitbombe die früher oder später zu Mitarbeiterfluktuation führen wird. Es gelingt dem Team nicht die Arbeitslast gleichmäßig zu verteilen. Insbesondere Michael und Matthias finden für alle Probleme eine schnelle Lösung. Maren begeistert sich für neue Ansätze, die sie direkt umsetzt. Alle drei übernehmen freiwillig neue Aufgaben und finden zu jedem Problem die passende Lösung. Bei den Kunden sind sie dadurch sehr beliebt. Dies geschieht jedoch weitestgehend isoliert vom Rest des Teams. Klaus und Klaudia sind nicht in die Abläufe integriert und wissen gar nicht so richtig was sie beitragen können. Sie wurden auch nie richtig eingearbeitet. Da Michael, Matthias und Maren aber voll in ihrem Element sind, finden sie vor lauter Arbeit auch keinen Haltepunkt, um sie zu integrieren. Kommunikation mit Klaus und Klaudia empfinden sie als lästig, weil sie dann immer alles erklären müssen und dadurch ausgebremst werden. Michael, die nominelle Führungskraft des Teams, sieht das Problem hat aber keine Idee zur Lösung. Er versteht nicht warum sich Klaus und Klaudia nicht einfach mehr einbringen und ärgert sich gelegentlich über seine eigene hohe Arbeitsbelastung.

Mitarbeiterfluktuation minimieren

Team-Landkarte mit Kreisen

Letztlich steuert ein Teil des Teams auf einen Burnout zu während die andere Hälfte sich eher langweilt. Das Team bringt nur einen Teil seiner potentiellen Leistung auf die Straße und das bei ungleicher Lastverteilung. Dieses Ungleichgewicht wird früher oder später zu Unzufriedenheit und Mitarbeiterfluktuation führen. Dieses Team braucht dringend ein Teammitglied, das die Zusammenarbeit im Auge behält und gemeinsame Haltepunkte für ausreichende Absprachen einfordert. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern sollte darauf geachtet werden, dass diese in der Lage sind solche Impulse zu setzen bzw. einzufordern. Das hilft auch der Führungskraft dieses Bedürfnis wahrzunehmen und Korrekturen vorzunehmen. So kann das Team in ein optimales Gleichgewicht gebracht, die Zufriedenheit aller Teammitglieder erhöht und die Leistung noch weiter gesteigert werden ohne dass sich einzelne Teammitglieder überarbeiten müssen.

Empfehlung für die Personalauswahl

Den perfekten Mitarbeiter gibt es kaum noch am Markt und wenn es ihn scheinbar gibt, dann stellt sich die Frage, ob er bezahlbar ist, langfristig im Unternehmen gehalten werden kann und ob er ins Team passt.

Grundsätzlich macht es Sinn die Personalauswahl stärker an den Faktoren zu orientieren, die sich am mittel- bis langfristigen Wert des Mitarbeiters für das Unternehmen orientieren.

Langfristige Auswahlkriterien sind:

  •  Kritikfähigkeit
  •  Lernbereitschaft
  •  Passung zum Team

 

Insbesondere die Passung zum Team ist von besonderer Bedeutung. Mitarbeiter, die auf den ersten Blick als nicht besonders leistungsstark erscheinen, können für ein Team genau das richtige Puzzleteil sein, um dem gesamten Team auf ein neues Arbeitsniveau zu verhelfen. Bei guter Zusammenarbeit ist das Team immer mehr als die Summe seiner Teile. Die Team-Landkarte visualisiert das bestehende Team und zeigen die Lücken auf, die es für optimale Leistungsfähigkeit zu füllen gilt.

Die Team-Landkarte ist ein hoch wirksames Instrument zur Analyse von Teams und der Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit. Es empfiehlt sich diese Methode im Rahmen einer Teamentwicklung einzuführen.

Gerne erläutere ich ihnen die zugrundeliegende Methodik und setze diese für sie um. Schreiben sie mir einfach eine Email dazu.