Innocentive Profile

Der Kölner Unternehmensberater und Business-Coach Martin Uhl hat 1.000 US-Dollar Preisgeld für die Beantwortung einer unternehmerischen Fragestellung gewonnen. Das Besondere dabei: Er selbst hat das Unternehmen nie gesehen. Das fragestellende Unternehmen und der findige Berater fanden über eine Internetplattform zueinander.

„In einem Fachbuch hatte ich von der Plattform innocentive.com gelesen. Ich habe mich dann eingeloggt und direkt eine interessante Frage gefunden, die ich mit einem mehrseitigen Konzeptpapier beantwortet habe“, freut sich Martin Uhl über seinen außergewöhnlichen Erfolg. Er hatte im Frühjahr dieses Jahres in einem Buch über die Internetplattform innocentive.com gelesen. Auf dieser Plattform stellen Unternehmen und internationale Organisationen Fragestellungen ein für die sie sich Beratung wünschen. Auf der anderen Seite gibt es innovativ denkende Menschen, die innerhalb einer bestimmten Frist Lösungsvorschläge dazu unterbreiten. Das Unternehmen verpflichtet sich im Gegenzug dazu einen bestimmten Geldbetrag an die besten Beiträge auszuschütten. Inzwischen nehmen daran internationale Top-Konzerne wie Ford, Procter & Gamble, ENEL und Thomson Reuters teil. Im konkreten Fall von Martin Uhl ging es um eine Bestimmungsmethode zum monetären Wert von Daten. Da er sich seit längerem mit diesem Thema, insbesondere im Kontext von Software für Vertriebs- und Kundenbeziehungen beschäftigt, fiel ihm nicht nur eine Lösung ein, sondern er konnte diese auch gleich noch mit einem konkreten Beispiel untermauern. Das kam an beim Fragesteller. „Es hatten sich 381 Problemlöser aus aller Welt diese Fragestellung angeschaut, das war herausfordernd und motivierend zugleich“, beschreibt Martin Uhl seine Gefühlslage bei der Bearbeitung der Aufgabe. Trotz der zahlreichen Konkurrenz, die entscheidende Idee kam aus Köln. Damit reiht sich Martin Uhl in einen illustren Kreis der erfolgreichen Ideengeber auf innocentive.com ein zu dem bisher erst wenige Deutsche zählen.