Die Entlastung der Geschäftsführung durch die zweite Führungsebene war das Thema meines Expertenrats in der Oktober/November-Printausgabe des gmbhchef-Magazins.

Den kompletten Text finden Sie ab Mitte Oktober auf der Website des gmbhchef-Magazins: „Entlastung der Geschäftsführung durch die zweite Führungsebene“

Ergänzend zu meinem Expertenrat möchte ich ihnen weitere Handlungsempfehlungen an die Hand geben:

Zusammenstellung der zweiten Führungsebene

Je nach Unternehmensgröße und Größe der Geschäftsführung sollte die zweite Führungsebene aus mindestens 2 und maximal 6 Personen bestehen. Es kommt darauf an eine gute Mischung zwischen schnellen Entscheidungsprozessen und einer guten Abdeckung relevanter Fachthemen sowie der Vertretung unterschiedlicher Unternehmensbereiche zu finden.

Klassisch bieten sich oft erfahrene Mitarbeiter mit jahrelanger Betriebszugehörigkeit als Führungskräfte der zweiten Ebene an. Allerdings liegt darin auch ein Risiko, sie haben sich über die Jahre oft eine gewisse Betriebsblindheit angeeignet und gehören oft der gleichen Alterskohorte an wie die Geschäftsführung selbst.

Auch hier macht es die Mischung. Stellen sie nach Möglichkeit eine Führungsmannschaft zusammen, die sich in möglichst vielen Aspekten unterscheidet:

  •  Alter
  •  Geschlecht
  •  Fachhintergrund
  •  Temperament
  •  Betriebszugehörigkeit
  •  Erfahrung in anderen Betrieben
  •  ggf. kulturelle Hintergründe

So erhalten sie ein Führungsteam, das zu ausgewogenen Entscheidungen kommt und eine hohe Akzeptanz in der Belegschaft erhält.

Dieses Vorgehen ist auch in Bezug einer Unternehmensnachfolge attraktiv. Sie bauen sich so einen attraktiven internen Pool auf, auf den sie im Fall der Fälle zugreifen können.

Führung der Führungskräfte

Die Führung der zweiten Führungsebene entscheidet sich elementar von der Führung von Fachkräften. Fachkräfte können nach ihrer Fachlichkeit geführt werden. Führungskräfte sind Fachkräfte für Führung. Sie müssen also entsprechend ihrer Führungskompetenz geführt werden.

Was zeichnet Führungskompetenz aus?

Das wichtigste Kriterium für Führungskompetenz ist die Erreichung von Zielen. Es ist also von grundlegender Bedeutung, dass sie mit ihren Führungskräften klar definierte, konkrete, erreichbare Ziele erarbeiten zu deren Erreichung sie sich regelmäßig austauschen.

Zusätzlich geht es um den Weg auf dem die Ziele erreicht werden. Alle Führungskräfte sollten auf einem vergleichbaren Weg unterwegs sein, damit eine einheitliche Führungskultur entsteht. Geben sie ihrer Führungs- mannschaft regelmäßig die Möglichkeit darüber in den Austausch zu kommen. Dabei empfiehlt es sich gelegentlich auch eine externe Begleitung durch einen Coach in Anspruch zu nehmen. So bleibt ihr Führungsansatz aktuell und sie erreichen gemeinsam ihre Ziele.

Damit ihre Führungsmannschaft als Team zusammenwächst empfiehlt es sich auch eine Teamentwicklung durchzuführen.

 

Wenn Sie selbst, als Geschäftsführer oder Führungskraft, eine Frage aus ihrem unternehmerischen Alltag zum Thema „Führung“ haben, dann schreiben sie gerne eine Email an:

Die interessantesten Fragen und der entsprechende Expertenrat dazu werden anonymisiert im gmbhchef veröffentlicht. Nicht veröffentlichte Fragen werde ich auf jeden Fall per Email an sie beantworten.